Selbstständig machen: Start, Steuern & Buchführung
Wer sich selbstständig macht, scheitert selten an der Idee – sondern an Steuern, Buchführung und Fristen. Eine Warnung vorweg: Hier gibt es keine echten Preisklassen. Alle drei Ratgeber liegen zwischen 19 und 35 Euro. Sie bauen aufeinander auf, statt sich zu ersetzen – deshalb sagen wir bei jedem dazu, wann er dran ist.
Die drei Klassen im Bild
Ein kurzer Eindruck, bevor es zu den Angeboten geht.
Der erste Schritt
Anmeldung, Rechtsform, Versicherung – die Fragen, die vor allem anderen kommen. Ein Leitfaden für Leute, die noch gar nicht gegründet haben und wissen wollen, worauf sie sich einlassen.
Die Steuern verstehen
Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung, Vorauszahlungen: Das ist der Teil, bei dem die meisten Gründer teure Fehler machen. Ein Haufe-Crashkurs, der die Steuerarten der Reihe nach durchgeht.
Die Bücher selbst führen
Wer die Buchführung nicht komplett abgeben will, braucht das Handwerk: Belege, Konten, Abschluss. Der umfangreichste der drei Titel – und der, den man Jahre behält.
Selbstständig machen – Der perfekte Start
- Anmeldung, Rechtsform, Versicherung
- Verständlich für komplette Einsteiger
- Der günstigste sinnvolle Startpunkt
Crashkurs Steuern für Existenzgründer und Selbstständige (Haufe)
- Steuerarten der Reihe nach erklärt
- Kleinunternehmerregelung und Umsatzsteuer
- Fachverlag statt Ratgeber-Hype
Crashkurs Buchführung für Selbstständige (Haufe Fachbuch)
- Belege, Konten, Jahresabschluss
- Zum Nachschlagen statt Durchlesen
- Spart Rückfragen beim Steuerberater
* Preise sind Circa-Angaben und können sich beim Anbieter ändern. Stand: 22. Juli 2026 – Amazon-Preise schwanken täglich.
Welche Preisklasse passt zu dir?
Günstig ist der richtige Einstieg, solange du noch überlegst: Rechtsform, Anmeldung, Versicherung – das klärt der Leitfaden, bevor du irgendetwas unterschreibst. Unsere mittlere Empfehlung ist für die meisten die wichtigste: Steuerfehler kosten am Ende deutlich mehr als 30 Euro, und die Kleinunternehmerregelung versteht kaum jemand auf Anhieb. Premium brauchst du nur, wenn du die Buchführung wirklich selbst machst – gibst du sie ab, reicht der Steuerband.
Alle Fakten im Überblick
| Stufe | Thema | Verlag | Preis* | Unsere Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Günstig | Gründung | Ratgeber | ca. 19 € | 4,3/5 |
| Mittel (Empfehlung) | Steuern | Haufe | ca. 30 € | 4,6/5 |
| Premium | Buchführung | Haufe | ca. 35 € | 4,6/5 |
Worauf du achten solltest
Erscheinungsjahr prüfen
Steuerrecht ändert sich jährlich. Ein Steuerratgeber von vor drei Jahren kann in Details schlicht falsch sein – achte auf die aktuelle Auflage, gerade bei Grenzwerten und Fristen.
Ratgeber ersetzt keinen Steuerberater
Die Bücher helfen dir zu verstehen, was passiert, und Rückfragen zu sparen. Bei Rechtsform, Betriebsprüfung oder Auslandsgeschäft gehört ein Fachmann dazu.
Kleinunternehmer oder nicht
Diese eine Entscheidung wirkt jahrelang nach und lässt sich nicht beliebig zurückdrehen. Wer Geschäftskunden hat, fährt mit Umsatzsteuer oft besser als gedacht – das erklärt der Steuerband.
Als Betriebsausgabe absetzen
Fachliteratur für die eigene Tätigkeit ist absetzbar. Beleg aufheben – die 30 Euro holst du dir über die Steuererklärung teilweise zurück.
Häufige Fragen
Brauche ich alle drei Bücher?
Nein. Die meisten kommen mit dem Einstiegs-Leitfaden und dem Steuerband aus. Die Buchführung lohnt sich nur, wenn du sie selbst übernimmst statt sie abzugeben.
Was ist die Kleinunternehmerregelung?
Eine Vereinfachung für kleine Umsätze: Du weist keine Umsatzsteuer aus und führst keine ab, darfst dafür aber auch keine Vorsteuer ziehen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, ob deine Kunden Privatleute oder Unternehmen sind.
Ab wann brauche ich einen Steuerberater?
Spätestens bei Bilanzierungspflicht, Mitarbeitern oder Umsatzsteuervoranmeldungen, die dich Zeit kosten. Bei einer einfachen Einnahmenüberschussrechnung kommen viele mit gutem Ratgeber und einer Buchhaltungssoftware zurecht.
Reicht ein Buch von 2024 noch?
Für Grundlagen und Systematik ja – die ändern sich selten. Konkrete Beträge, Grenzwerte und Fristen solltest du vor der Abgabe immer gegen die aktuelle Rechtslage prüfen.
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